die Kraft der Begierde

postitleswirl

Einer der schrecklichsten Teile des Tango für Revels ist zu sitzen und zu warten. Das gibt uns ein Gefühl von Passivität und Ohnmacht. Auf jemanden zu warten – irgendjemanden – der uns zum Tanzen auffordert.

Dies ist eine irrtümliche Vorstellung der Situation und Revels können ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, was da eigentlich vor sich geht.

Deine Begierde ist absolut kraftvoll! Du beginnst sie an bestimmte Marks zu verschenken. Sie werden Dein Interesse und Deine Aufmerksamkeit spüren. Einmal saß ich in einer Milonga und die Person, mit der ich wirklich gern tanzen wollte,war weit von mir entfernt und saß am anderen Ende des dunklen Raumes. Er unterhielt sich mit jemandem, der den Blick zu mir versperrte. Nichts desto trotz fokussierte ich ihn mit meiner Aufmerksamkeit. Als sein Freund aufstand und ging, schloss mein “Ziel” seine Augen und legte seinen Kopf rückwärts auf die Stuhllehne. Ich hatte nichts anderes zu tun, also fuhr ich fort meine Aufmerksamkeit auf ihn zu richten. Weniger als eine Minute später setzte er sich abrupt aufrecht hin, stand auf und ging quer durch den Raum, nah genug auf mich zu für einen eindeutigen Cabeceo. Ersagte zu mir:

Ich war wirklich müde und wie erschossen.

Das ist die Macht der Begierde einer Frau.

Fabian Perez tango paintings

Der Schlüssel ist, dass Du ein wahres Begehren zu einer kleinen Anzahl an spezifischen Männern spüren solltest. Du kannst nicht “einfach nur tanzen” wollen oder “irgendeiner wird schon kommen” oder “sie sind alle toll, ich wäre glücklich, wenn ich überhaupt zum Tanzen komme”. Erforsche Deine tatsächliche Begierde. Du wirst Dich zu jemandem hingezogen fühlen wegen seines Aussehens, zu jemand anderes wegen seines tanzens, zu jemand anderes weil er eine nette Person zu sein scheint, in dem Moment, als Du Dich einmal mit ihm im Gang unterhalten hattest. Mache eine kleine Liste im Kopf und zeige ihnen Dein Begehren durch Deine Aufmerksamkeit, Deinen Augen und Dein Lächeln.

Hast Du Deine Favoriten gefunden, starre nicht. Richte einfach nur Deine Aufmerksamkeit auf ihn, wenn Du die Chance dazu hast. Halte den Augenkontakt lange, sobald es sich ergibt. Doch behalte in Erinnerung, dass Du nicht notwendigerweise Augenkontakt brauchst, um Dein Begehren zu offenbaren. Sie können es auch rücklings fühlen.

Mag sein, dass sie nicht sogleich reagieren – gib nicht auf. Ihr Bewusstsein auf Dein Begehren muss sich erst selbst organisieren. Abhängig davon, wie gut sie Dich kennen und wie sie sich fühlen, um mit Dir zu tanzen. Vielleicht warten sie erstmal ein paar Tandas (oder Stunden) auf die richtige Musik oder Bedingungen auf der Tanzfläche bevor sie Dich auffordern. Aber öfter als garnicht wirst Du Deinen Tänzer auch bekommen.

Ich habe eine Regel. Ich wechsele meine Schuhe solange nicht, bis ich meine Sehnsucht nicht für zwei im Raum befindliche Marks identifiziert habe (für jedes Paar Schuhe einen). Ich fühle mich nicht passiv, solange ich nicht bereit bin zu tanzen, denn ich warte nicht auf irgendetwas! Ich werde für 20 Minuten in meinen Straßenschuhen dasitzen und warten. Bis mein Begehren erwachsen ist und ich bereit bin es zu präsentieren. So vermeide ich Passivität.

Auf meinen kürzlichen Reisen nach Deutschland und in die Schweiz, war es selten, dass es zwei Marks im Raum gab, die ich wollte. Ich war schon glücklich, wenn es nur einen gab. Wenn ich diesen dann mit meinem Begehren fokussierte, bekam ich meinen Mann in jeder einzelnen Nacht.

In einer Nacht vor kurzem, hatte ich eine sehr hohe Priorität auf einen Mark, der die Stadt am nächsten Tag verlassen würde. In der ersten Stunde in der Milonga widmete ich niemandem anderes als ihm meine Aufmerksamkeit. Dann ging ich in den Teil des Raumes, in dem er sich aufhielt. Ich näherte mich ihm von hinten. Als ich nur noch 2 Meter entfernt war, drehte er sich um, schaute mich direkt an und forderte mich zum tanzen auf.

Wenn Du einmal reist und in unbekannten Räumen und Gesellschaften tanzt, gibt es hier einige Tipps:

Wenn Du den Raum betrittst, schenke jedem Mark Augenkontakt und ein Lächeln. Sovielen, wie es geht und jedem, an dem Du vorbei gehst. Das ist ein Anfangskontakt und zeigt Interesse. Das lässt sie spüren, dass Du offen für einen Tanz mit ihnen bist und die Wahrheit ist, dass Männer diese Art von Zuspruch brauchen.

Versuch nicht gleich einen Sitzplatz zu finden! Bevor Du Dich für einen Sitzplatz entscheidest, stehe für die Dauer einer Tanda (vorgebend die Tänzer zu begutachten) einfach nur da. Oder gehe zur Bar und bestelle Dir etwas und bleib dort stehen, während Du etwas trinkst. Du bist nicht in Eile. Was Du wirklich herausfinden möchtest ist der Tanzfluss und der Wechsel zwischen den Tandas. Wo verlassen die meisten Leute die Tanzfläche? Gibt es einen Platz zum essen und trinken oder eine Sofaecke oder eine Stelle im Raum an der sich die Marks tummeln? Dies sind die besten Plätze, um Dich aufzuhalten, wenn Du viel tanzen möchtest. Wähle sorgfältig Deinen Platz, an dem Du sehr einfach Augenkontakt mit den Marks aus oben beschriebenen Arealen herstellen kannst.

Wechsele Deine Schuhe nicht sofort. Du willst nicht übereifrig erscheinen. Du bist Dir ja noch nicht einmal sicher, ob Du überhaupt bleiben willst. Du musst erstmal sehen, ob überhaupt jemand da ist, mit dem Du tanzen willst, richtig? In Buenos Aires schauen sich die Marks Deine Schuhe an, um zu sehen, ob Du überhaupt tanzt. (Es gibt immer auch Leute in der Milonga, die Nicht-Tänzer sind. Und seit immer mehr Frauen marken, zeigen Schuhe ganz gut an, ob die Frau vorhat zu reveln oder marken.)

 

Wenn ich noch nicht meine Schuhe gewechselt habe – weil ich mein Begehren bisher noch nicht gefestigt habe – aber denke, dass mich bereits einige Marks wahrnehmen und herausfinden wollen mit wem ich tanzen möchte, hole ich meine Schuhe aus meiner Tasche und lege sie auf meinen Schoß, alles ganz langsam und geistesabwesend, so, als wäre ich zu sehr interessiert an dem, was ich beobachte, um an mein eigenes Tanzen zu denken. So sehen die Marks, dass ich ein Revel bin, aber Kontrolle über meine Energien besitet – ebenso wie über meine Passivität.

Ich möchte, dass du weißt, dass du nicht allein bist …

IMG  b v

 

… weder in deinen Träumen für Tango, noch in deinen Frustrationen.

Mein tiefster Wunsch ist der gleiche wie der aller meiner Schüler und
Freunde … derjenigen, die noch nicht angefangen haben zu tanzen und derjenigen, die viel tanzen.

Es ist eine Partnerschaft.

Eine Sache, die ich auf dieser Suche gelernt habe, wir müssen:

Aufhören, auf Partner zu warten, und sie selbst aufbauen und kreieren.

Ich habe einen 10-stufigen Aktionsplan geschrieben.

Bist du bereit, die gewünschten Partner zu finden?

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Power is the courage, confidence, and competence to make things happen. I want to create in a way that’s incomparable and define my own compensation package. You too?

Syntax of Power is a raw, potent, and spare revelation of how I got to where I am and how I take on the struggle every day.

This book is not about tango, it’s about everything else.

It’s about stepping into the darkness of change, learning how to take care of yourself, and making things happen.

Dyv stands for Duro y Vio. We were inspired by a 2007 conference at Harvard University about tango as a transnational culture. Also we wanted to create something that would help people to imagine a queerer tango. We forbid ourselves to use the word ‘passion’ and instead tried to articulate the experience more precisely.

Argentine Tango is more than an elaborate and difficult dance, it is an international culture of intimacy, desire, and dignity. No mere romance or memoir, the intricately woven stories evoke tango’s true mysteries … the elation, the frustration, the compulsion…

We published the book in 2009. Dancers asked “how did you know what I was feeling?”

Silences in history. Silences by code. Silences of fear. You already know that Tango’s silences can be sublime and they can be devastating.

What I do in my blog is use myself as a lens – sometimes a microscope, sometimes a telescope. I try to be as honest with myself and you as words concede. Then I try to find a deeper meaning and imagine a pathway for us.

A blog post can be a fragment, a wisp of inspiration, an outline for thinking. A book must complete and reconcile it all. Now I drag the social scientist to the scene to enumerate the facts of the case, the mystery which brought both stardom and tragedy to my life.

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